Zahlungskonto | Austrian Anadi Bank

Zahlungskonto mit grundlegenden Funktionen

Jede natürliche Person, die sich rechtmäßig und/oder geduldet in der Europäischen Union aufhält, hat Anspruch auf ein Zahlungskonto mit grundlegenden Funktionen.

Merkmale eines Zahlungskontos

Ein Zahlungskonto mit grundlegenden Funktionen wird von der Austrian Anadi Bank AG ausschließlich in Euro angeboten und umfasst ausnahmslos nur folgende Bankdienstleistungen:

  • alle zur Eröffnung, Führung und Schließung des Zahlungskontos erforderlichen Vorgänge
  • Dienste, die die Einzahlung eines Geldbetrages auf das Zahlungskonto ermöglichen
  • Dienste, die innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums Barabhebungen von dem Zahlungskonto an einem Schalter sowie während und außerhalb der Öffnungszeiten des Kreditinstituts an Geldautomaten ermöglichen
  • die Ausführung folgender Zahlungsvorgänge innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums:
    • Lastschriften;
    • Zahlungsvorgänge mit Zahlungskarten einschließlich Online-Zahlungen;
    • Überweisungen einschließlich Daueraufträge an, soweit vorhanden, Terminals und Schaltern oder über das Internetbanking der Austrian Anadi Bank AG;
  • Führung des Zahlungskontos mit grundlegenden Funktionen auf Guthabenbasis.

     

Preise und Leistungen

Entgeltinformation Zahlungskonto nach § 25 Abs. 1 VZKG; EUR 40,00 p.a.
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Entgeltinformation Zahlungskonto nach § 25 Abs. 1 VZKG; EUR 80,00 p.a.
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Wer kann ein Zahlungskonto mit grundlegenden Funktionen beantragen

Jede natürliche Person, die sich rechtmäßig und/oder geduldet in der Europäischen Union aufhält und noch kein Zahlungskonto bei einem in Österreich ansässigen Kreditinstitut hat, welches ihm die Nutzung von Zahlungsverkehrslösungen ermöglicht. Zielgruppe sind vornehmlich besonders schutzbedürftige Verbraucher wie z.B. Personen ohne festen Wohnsitz oder Asylwerber.


Wie kommt man zu einem Zahlungskonto mit grundlegenden Funktionen

Der Antrag auf ein Zahlungskonto mit grundlegenden Funktionen muss vom Verbraucher persönlich und schriftlich in einer Geschäftsstelle der Anadi Bank gestellt werden.


Entscheidungsfrist und Berufungsmöglichkeiten

Die Anadi Bank wird nach Antragsstellung innerhalb von 10 Arbeitstagen das Konto eröffnen oder den Antrag auf ein Zahlungskonto mit grundlegenden Funktionen ablehnen. Eine Ablehnung erfolgt immer schriftlich, unentgeltlich und wird begründet. Der Antragsteller kann gegen die Ablehnung Beschwerde bei der Finanzmarktaufsicht oder bei der außergerichtlichen Schlichtungsstelle FIN-NET einlegen. Die Kontaktdaten dieser Stellen werden im Ablehnungsschreiben angeführt.
 

Gründe für eine Ablehnung des Antrages

  • Die Person hat bereits ein aktives Zahlungskonto in Österreich.
  • Gegen die Person ist ein Strafverfahren wegen einer vorsätzlichen Handlung zum Nachteil des Kreditinstituts oder einen seiner Mitarbeiter anhängig.
  • Die Person ist bereits gemäß §210 Abs 1 Strafprozessordnung 1975 – StPO, BGBI Nr. 631/1975 verurteilt - auch wenn das Urteil noch nicht rechtskräftig ist.
  • Ablehnung aufgrund der Geldwäschebestimmungen.

     

Kündigungsgründe

  • Der Inhaber hat das Zahlungskonto absichtlich für unrechtmäßige Zwecke genutzt.
  • Es wurden mindestens 24 Monate keine Zahlungsvorgänge abgewickelt.
  • Der Inhaber hat keinen rechtmäßigen Aufenthalt in der EU mehr.
  • Der Inhaber hat bei der Eröffnung falsche Angaben gemacht.
  • Der Inhaber hat ein zweites Zahlungskonto in Österreich eröffnet.
  • Gegen den Inhaber wird wegen einer strafbaren, vorsätzlichen Handlung zum Nachteil des Kreditinstituts oder einem seiner Mitarbeiter Anklage erhoben.
  • Der Inhaber hat das Zahlungskonto für unternehmerische Zwecke genutzt.
  • Der Inhaber hat eine Änderung des Rahmenvertrages abgelehnt, die vom Kreditinstitut allen Inhabern der bei ihm geführten Basiskonten wirksam angeboten wurde.
     

Bei einer Kündigung teilt die Anadi Bank dem Kontoinhaber zwei Monate im Vorhinein die Gründe schriftlich und unentgeltlich mit. In diesem Fall kann der Kontoinhaber bei der Finanzmarktaufsicht Beschwerde einlegen oder sich mit der außergerichtlichen Schlichtungsstelle FIN-NET in Verbindung setzen. Die Kontaktdaten dieser Stellen werden im Kündigungsschreiben angeführt.

Bei nicht rechtmäßiger Verwendung und unrichtiger Angaben wird die Kündigung sofort wirksam.

Die gesetzlichen Grundlagen zur Umsetzung der EU-RL 2014/92 wurden in Österreich im Rahmen des Verbraucherzahlungskontogesetzes (VZKG) geregelt, welches per 18.09.2016 in Kraft getreten ist.