Europäische Union und Indien | Austrian Anadi Bank

Europäische Union und Indien

EU und Indien
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Europäische Union und Indien

Entwicklung, Kooperation, Partnerschaft mit der Europäischen Union
 

Die diplomatischen Beziehungen zwischen der EU und Indien fanden in den 1960er Jahren ihren Anfang. Vorerst wurde das Hauptaugenmerk auf Handels- und Entwicklungsfragen gelegt. Dies wurde im Kooperationsvertrag von 1994 zu einer umfangreichen Zusammenarbeit erweitert. Aufgrund dieser Einigung konnten wesentliche Ergebnisse in der wirtschaftlichen und entwicklungspolitischen Zusammenarbeit, in den Bereichen Handel und Investitionen sowie in den Bereichen Wissenschaft und Technik erzielt werden.

Im Zuge der „Strategischen Partnerschaft“ wurden im Laufe der letzten 22 Jahre merkliche Resultate auf den unterschiedlichsten Gebieten erzielt – internationaler Terrorismus, Energie, Wissenschaft und Technik wie auch Bildung.

Gemeinsame gebietsweise Interessen spiegeln sich in zahlreichen Arbeitsgruppen und Meetings wider. Die EU und Indien führen Gespräche in den verschiedensten Bereichen: Energie, Umweltschutz, umweltverträgliche Entwicklung, Klimawandel, Landwirtschaft, Hochschulbildung und akademischer Austausch, Innovation, Migration, Mobilität, Makroökonomie, Finanzdienstleistung, Pharmazeutika und Biotechnologie sowie Statistik und Kontakte zwischen den Bürgern.

Die Europäische Union ist Indiens größter Handels- und Investitionspartner und abgesehen von Mauritius, ist die EU auch Indiens größter ausländischer Investor und die wichtigste Destination für Auslandsinvestitionen aus dem Subkontinent.


Freihandelsabkommen – ein langer Prozess


Um das Verhältnis zwischen der Europäischen Union und Indien zu verbessern, wurden im Juni 2007 erstmals Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen* aufgenommen.

„Ziel des Freihandelsabkommen ist die beiderseitige schrittweise, uneingeschränkte WTO** konforme Liberalisierung praktisch aller Bereiche des Waren- und Dienstleistungsverkehrs sowie der Investitionen. Darüber hinaus wird das Abkommen auf einen besseren Schutz geistigen Eigentums abstellen. Bisher gab es 12 volle Verhandlungsrunden zwischen der EU und Indien sowie kleinere gezielte Cluster, d.h. intersessionale Treffen auf Expertenebene, Treffen der Chefunterhändler und Sitzungen auf höherer Ebene“, so die Informationen von der Wirtschaftskammer Österreich.

Die Europäische Union und der tropische Subkontinent, die zwei weltweit größten Demokratien, beabsichtigen die Partnerschaft zwischen beiden Seiten zu intensivieren und sich weltweit für Frieden, Sicherheit und Wohlstand einzusetzen.

 

*Ein Freihandelsabkommen ist ein völkerrechtlicher Vertrag zur Gewährleistung des Freihandels zwischen den vertragschließenden Staaten. Die Vertragspartner verzichten untereinander auf Handelshemmnisse, betreiben jedoch gegenüber Drittländern eine autonome Außenhandelspolitik.
**World Trade Organization = Welthandelsorganisation